Startseite

Neunundneunzig Prozent von dem was wir
sind, sind unsichtbar und unfassbar.

Richard Buckminster Fuller

Paleo

Was genau bedeutet Paleo?

Paleo (fachsprachlich Paläolithikum = Altsteinzeit) bezeichnet in Europa und Asien den jeweils ältesten Abschnitt der Steinzeit. Dabei leitet sich der Begri „Altsteinzeit“ von der Herstellung der ersten Steinwerkzeuge ab. Unsere dama- ligen Vorfahren, Vertreter der Gattung Homo, als auch ihre Nachfahren (z.B. die Neandertaler), lebten als Jäger und Sammler. Kennzeichnend waren damals unter anderem die Art sich zu ernähren und die Bescha ung der Lebensmit- tel. Um an die Paleo-Typischen und für die damalige Zeit vorhandenen Lebensmittel (z.B. Fleisch, Nüsse, Samen, Ge- müse, etc.) zu gelangen, mussten sich unsere Urahnen deutlich weiter bewegen als von der Haustüre bis zum Auto und vom Auto in den Supermarkt!

Mit dem Sesshaftwerden unserer Vorfahren endete vor ca. 10.000 – 12.000 Jahren das Paläolithikum und mündete allmählich in Ackerbau und Viehzucht. Durch die industrielle Revolution entwickelte sich daraus das, was wir heute als moderne Ernährung auf den Tisch bekommen. Begleitet wird diese moderne Ernährung unter anderem von Zivilisati- onskrankheiten wie z.B. dem Diabetes mellitus.

 

Was versteht man unter der Paleo-Diät?

Da Paleo-Diät keine Diät im klassischen Sinne darstellt, ist die Begri ichkeit „Diät“ aus meiner Sicht unglücklich ge- wählt. Vielmehr bezeichnet die Paleo-Diät eine langfristige Umstellung der Ernährung – in mancherlei Hinsicht auch der individuellen Lebensgewohnheiten. Die Ernährung mit Paleo ist durch lange Evolution und Selektion am besten an unsere Genetik angepasst.

Fleisch.jpgWelche Lebensmittel fanden sich auf dem Speiseplan der Jäger und Sammler und wie können wir das auf die heutige Zeit übertragen?

Gemüse: Sollte auf dem Paleo-Speiseplan auf keinen Fall fehlen. Bunt gemischt und vielfältig sind Gemüse ein tolles Lebensmittel.
Fleisch: Von Tieren aus natürlicher Haltung ist der Massentierhaltung klar vorzuziehen.
Fisch: Aus natürlicher Umgebung oder Aquakul- tur.

Eier: Vorzugsweise von freilaufenden Hühnern.
Nüsse und Samen: Sollten ebenfalls ihren Platz auf der Paleo-Speisekarte einnehmen. Allerdings sollten diese aufgrund der hohen Nährsto - dichte in nicht zu hoher Menge konsumiert wer- den.

Obst: Auch Obst stand auf der Speisekarte der Jäger und Sammler. Verzichtet werden sollte allerdings auf stark zu- ckerhaltige Obstsorten.
Tipp: Beeren dienen als wertvolle Nahrungsquellen in der paläolithischen Küche.
Öle und Fette: Kalt gepresste Öle wie Oliven- oder Kokosöl sowie Ghee sind ein wertvoller Bestandteil der feinen Pa- leo-Küche.

Verzichtet wird auf stark verarbeitete Lebensmittel wie Getreide, Milch, Zucker und künstliche Süßsto e, Hülsenfrüch- te sowie ra nierte P anzenöle und Fette.

Paleo und (Leistungs-)Sport - funktioniert das?

Die klare Antwort lautet „Ja, das funktioniert.“ So konnte z. B. Dr. Loren Cordain, dessen Forschungsschwerpunkt auf der Evolutionsmedizin basiert, in jahrelanger Zusammenarbeit mit diversen Ausdauerathleten genau dieses nachwei- sen. Die Resultate weisen eindeutig in diese Richtung und zwar nicht nur, was die sportliche Leistungsverbesserung, sondern auch die Verbesserung der Gesundheit angeht.

Die entscheidenden Faktoren für den Erfolg der Paleo-Diät im Sport lassen sich kurz zusammengefasst wie folgt dar- stellen:

  • Wie bereits erwähnt, ist die genetische Disposition, unsere Ähnlichkeit zu unseren steinzeitlichen Vorfahren ein

    wichtiger Aspekt.

  • Ein Zweiter ist die Zusammensetzung der Nahrung (die Paleo-Ernährung gestaltet sich etwas eiweiß- und fettreicher

    und enthält weniger, dafür aber hochwertigere Kohlenhydrate).

  • Und der vielleicht entscheidende ist der Aufnahmezeitpunkt der Nahrung.

    Um es mit einer einfachen Formel kurz zu verdeutlichen:

  • „Richtige“ Nährsto e zum passenden Zeitpunkt - beschleunigt die Regeneration nach sportlicher Aktivität - und er- höht damit die sportliche Leistungsfähigkeit sowie die Verbesserung der Gesundheit.